Als erfahrener Analyst im Bereich Cybersicherheit und Kryptowährungen halte ich Nordkoreas jüngste mutmaßliche Verwendung von Tornado Cash zur Geldwäsche für Anlass zu großer Sorge. Die Tatsache, dass sie mit diesem Krypto-Mixer eine so große Summe gestohlener Gelder waschen konnten, verdeutlicht die Herausforderungen, denen wir bei der Durchsetzung internationaler Sanktionen im digitalen Zeitalter gegenüberstehen.


Nordkorea hat erneut seine fortschrittlichen Cyber-Fähigkeiten unter Beweis gestellt und möglicherweise internationale Sanktionen durch den Einsatz von Kryptowährungen umgangen. Wie UN-Sanktionsermittler berichten, besteht der Verdacht, dass Nordkorea die Tornado-Cash-Plattform genutzt hat, um einen erheblichen Betrag von 148 Millionen US-Dollar zu waschen, der im März von einer Kryptowährungsbörse gestohlen wurde.

Als Forscher, der die Komplexität der internationalen Strafverfolgung im digitalen Zeitalter untersucht, bin ich auf eine faszinierende Herausforderung gestoßen: Die zunehmende Schwierigkeit, Sanktionen gegen illegale Akteure durchzusetzen, die ihre Identität durch den Einsatz von Kryptowährungen verbergen.

Die Regeln durcheinander bringen: Wie Tornado-Bargeld die Geldwäsche erleichterte

Basierend auf den Ergebnissen des UN-Berichts wird vermutet, dass die veruntreuten Gelder, die aus dem HTX-Kryptowährungsbörsen-Hack Ende 2023 stammten, mithilfe von Tornado Cash – einem Kryptowährungsbecher – verschleiert wurden.

Auf diesen Plattformen werden Gelder zusammengefasst und erneut auf verschiedene Wallets verteilt, wodurch der Ausgangspunkt der Geldtransfers verschleiert wird. Daher wird die Rückverfolgung der Herkunft des Geldes zu einer großen Herausforderung, wenn nicht sogar völlig unmöglich.

NORDKOREA WÄSCHE IM MÄRZ 147,5 MILLIONEN US-Dollar AN GESTOHLENER KRYPTO, SAGEN UN-EXPERTEN

Als Finanzanalyst habe ich einige interessante Informationen über eine mutmaßliche Geldwäscheaktivität Nordkoreas aufgedeckt. Im vergangenen März sollen sie etwa 147,5 Millionen US-Dollar über die virtuelle Währungsplattform Tornado Cash gewaschen haben. Dies folgt auf den im Vorjahr gemeldeten Diebstahl des gleichen Betrags von einer Kryptowährungsbörse, wie aus vertraulichen Untersuchungen der US-Behörden hervorgeht.

– *Walter Bloomberg (@DeItaone), 14. Mai 2024

Nordkorea verdient viel Geld bei Cyberangriffen

Nach Angaben von Blockchain-Forschungsorganisationen, die von den Vereinten Nationen beobachtet werden, geht man davon aus, dass Nordkorea seit dem Jahr 2017 etwa 97 Cyberangriffe gegen Kryptowährungsunternehmen durchgeführt hat, was zu einem Gewinn von etwa 4 Milliarden US-Dollar führte.

Es wird angenommen, dass nordkoreanische Cyberkriminelle im vergangenen Jahr etwa ein Dutzend Kryptowährungsdiebstähle im Wert von etwa 55 Millionen US-Dollar organisiert haben. Theorien deuten darauf hin, dass diese illegalen Aktivitäten von kompetentem IT-Personal aus der Demokratischen Volksrepublik Korea (DVRK) durchgeführt werden, das ahnungslose kleine Kryptofirmen verdeckt infiltriert und ihnen internen Zugriff verschafft, um Schwachstellen auszunutzen.

Erwischt! Nordkorea wurde beim Waschen von Millionen über einen dubiosen Krypto-Mixer erwischt
Global Crackdown On Tornado Cash: A Step In The Right Direction?

Als Analyst kann ich Ihnen sagen, dass die internationale Gemeinschaft das Problem illegaler Aktivitäten auf digitalen Plattformen nicht ignoriert hat. Im Jahr 2022 unternahm die US-Regierung einen bedeutenden Schritt, indem sie Tornado Cash sanktionierte und es als Geldwäscheinstrument einstufte. Es ist bekannt, dass nordkoreanische Cyberkriminelle diese Plattform häufig nutzen. Diese Aktion war Teil einer größeren Initiative zur Regulierung digitaler Plattformen und zur Verringerung ihrer Anfälligkeit für Finanzbetrug.

Die Entscheidung des niederländischen Gerichts, den Tornado-Cash-Entwickler Alexey Pertsev zu 64 Monaten Gefängnis zu verurteilen, unterstreicht die zunehmende Prüfung von Kryptowährungsplattformen. Dennoch erinnert Pertsevs Fall an die Komplexität der Regulierung dezentraler Technologien wie Kryptowährungen, die über nationale Grenzen hinausgehen. Gemeinsame internationale Anstrengungen und koordinierte Maßnahmen sind unerlässlich, um dieses Problem wirksam anzugehen.

Looking Ahead: Securing The Future Of Crypto

Der Fall der Kryptowährungswäsche in Nordkorea ist eine deutliche Erinnerung daran, wie wichtig es ist, entschlossen gegen dieses Problem vorzugehen. Dieser Vorfall verdeutlicht die Notwendigkeit einer umfassenden Strategie zur Bewältigung des Problems. Alle beteiligten Parteien, einschließlich Regierungen, Regulierungsbehörden und die Kryptowährungsbranche selbst, müssen zusammenarbeiten, um Schwachstellen zu identifizieren, die Transaktionstransparenz zu erhöhen und starke Systeme zur Bekämpfung der Geldwäsche (AML) zu entwickeln.

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2024-05-15 12:42