Die Isle of Man erwägt, Kryptowährungen in die Definition von „Investitionen“ aufzunehmen

Die Isle of Man, eine selbstverwaltete Abhängigkeit der britischen Krone und ein renommiertes Offshore-Finanzzentrum, hat eine öffentliche Konsultation über die Zukunft ihrer Kryptoregulierung eröffnet.

Am 13. Februar veröffentlichte die örtliche Finanzdienstleistungsbehörde (FSA) ein Diskussionspapier über die Überwachung „bestimmter Krypto-Asset-Aktivitäten“ zur Bekämpfung von Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung (AML/CFT).

Laut der Pressemitteilung identifiziert die nationale Risikobewertung der Insel kryptobezogene Geschäfte als mit erheblichen AML/CFT-Risiken verbunden, und dies erfordert eine strengere Regulierung, obwohl derzeit „die Mehrheit der Kryptofirmen“ auf der Insel bereits registriert sind und auf Einhaltung der Vorschriften überwacht werden mit der AML/CFT-Gesetzgebung.

Das FSA-Diskussionspapier listet mehrere Optionen für den möglichen Krypto-Regulierungsansatz auf, sie sind jedoch nicht alle exklusiv.

Die erste besteht darin, an einem aktuellen Rahmen festzuhalten, der durch den Designated Businesses (Registration and Oversight) Act 2015 geregelt wird. Die FSA ist der Ansicht, dass diese Option die Risiken für Verbraucher (von denen einige Privatkunden sind) nicht mindern würde, die weiterhin einem Risiko ausgesetzt wären Verlustrisiko.

Die zweite Möglichkeit besteht darin, die bestehende „Investment“-Definition um Krypto-Assets zu erweitern. Wie in dem Papier dargelegt, hat dieser Ansatz den Vorteil, dass Unklarheiten zwischen „Token“, die unter die „Investment“-Definition fallen, und solchen, die nicht unter die „Investment“-Definition fallen, beseitigt werden, wodurch „das Risiko einer Regulierungsarbitrage beseitigt wird“. Allerdings müssten in diesem Fall die auf der Insel tätigen Kryptofirmen die Qualifikationsvoraussetzungen für das Investmentgeschäft erfüllen, die nicht für den Kryptomarkt konzipiert sind.

Andere Optionen sehen die Schaffung separater Frameworks für Krypto-Asset-Service-Provider (CASPs), Krypto-Asset-Emittenten und Stablecoin-Emittenten vor. Dem Papier zufolge könnten diese Ansätze weitgehend dem European Union Markets in Crypto-Assets Act (MiCA) folgen, der ab Dezember 2024 für alle EU-Mitglieder gelten wird.

Die Isle of Man war nie Teil der EU. Der Reiz der direkten Umsetzung von MiCA liegt jedoch darin, dass die Regulierungsbehörden nicht die Märkte selbst auf die gleiche Weise überwachen oder regulieren müssen wie Wertpapiermärkte. Aufgrund der Kosten und Verpflichtungen, die mit der Einrichtung und Aufrechterhaltung einer solchen Aufsicht verbunden sind, ist die Isle of Man ausdrücklich daran interessiert, darauf zu verzichten.

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2024-02-13 15:37