Als Krypto-Investor mit technischem Hintergrund und einer gesunden Portion Skepsis finde ich Yuval Noah Hararis Warnungen vor den Gefahren unkontrollierter KI im Finanzsystem sowohl faszinierend als auch alarmierend. Da ich das Chaos und die Unsicherheit der Finanzkrise 2008 aus erster Hand miterlebt habe, kann ich seine Besorgnis über das Potenzial noch komplexerer und unverständlicherer Innovationen nachvollziehen, die das Vertrauen in unsere Finanzinstitute weiter untergraben und möglicherweise zu sozialer Instabilität führen könnten.


Laut Yuval Noah Harari, einem renommierten Autor, Philosophen und Geschichtsprofessor, könnte der übermäßige Einsatz künstlicher Intelligenz im Finanzsektor schwerwiegende Folgen haben. Er betonte die Bedeutung robuster Institutionen zur Regulierung und Kontrolle des Einsatzes von KI.

Harari wies darauf hin, dass das Finanzsystem das Vertrauen zwischen den Menschen fördere. Durch Instrumente wie Geld, Anleihen und andere Finanzinstrumente kann eine große Anzahl von Personen zusammenarbeiten, um gemeinsame Ziele zu erreichen. Ihm zufolge scheint es jedoch an Klarheit zu mangeln, wenn es darum geht, die Finanzvorschriften der breiten Öffentlichkeit zugänglich zu machen.

„Vielleicht versteht 1 % der Bevölkerung, wie das Finanzsystem funktioniert. Was passiert, wenn diese Zahl auf Null sinkt?“

Harari wies darauf hin, dass die Finanzkrise zwischen 2007 und 2008 auf komplexe Finanzinnovationen zurückzuführen sei, die für die Aufsichtsbehörden schwer zu verstehen seien. Daher war es für sie eine Herausforderung, diese neuartigen Finanzinstrumente effektiv zu überwachen und zu kontrollieren.

KI stellt eine besondere Art von Intelligenz dar, die im Gegensatz zur menschlichen Intelligenz derzeit noch in den Kinderschuhen steckt. Es folgt möglicherweise nicht den gleichen logischen Prozessen wie der Mensch, was dazu führt, dass es Finanzinnovationen hervorbringt, die unser derzeitiges Verständnis bei weitem übertreffen. Der Einfluss auf die Finanzen könnte sich möglicherweise von menschlichen Autoritäten hin zu diesen fortschrittlichen Systemen verlagern. Es würde Vertrauen zwischen KI-Einheiten und nicht zwischen Einzelpersonen aufgebaut, und in Zeiten wirtschaftlicher Turbulenzen könnten sich politische Entscheidungsträger und Regulierungsbehörden auf KI als Orientierungshilfe verlassen.

Der Philosoph Yuval Noah Harari warnt vor den Risiken von KI im Finanzwesen

Als Analyst würde ich es so ausdrücken: Der Zusammenbruch der Vertrauensbeziehungen zwischen Einzelpersonen, Politikern und Institutionen könnte möglicherweise zu sozialen Unruhen führen. Laut Hararis Beobachtung ist das Vertrauen in politische Persönlichkeiten und Institutionen zurückgegangen.

„Wir müssen verhindern, dass KI völlig unergründlich wird. […] Wir brauchen die Fähigkeit, es zu verstehen und zu regulieren.“

Genies und charismatische Führungskräfte sollten nicht die alleinigen Hüter der Regulierung sein, betonte Harari. Stattdessen ist es für Institutionen von wesentlicher Bedeutung, weiterhin eine Rolle bei der Überwachung menschlichen Verhaltens zu spielen.

Der Philosoph Yuval Noah Harari warnt vor den Risiken von KI im Finanzwesen

Als Forscher, der die potenziellen Auswirkungen künstlicher Intelligenz (KI) auf die Gesellschaft untersucht, kann ich nicht anders, als anzuerkennen, dass selbst bahnbrechende Innovationen mit Risiken verbunden sind. Die Geschichte der Menschheit ist voller Beispiele großer Unternehmungen, die zunächst vielversprechend schienen, aber letztendlich scheiterten und für Millionen Menschen unsagbares Leid verursachten. Imperialismus, Kommunismus und Nationalsozialismus sind nur einige Beispiele, in denen das Streben nach Fortschritt verheerende Folgen hatte.

Harari betonte, dass sich die Regulierungsbehörden darauf konzentrieren sollten, das Vertrauen der Menschen zu stärken, um ein finanziell stabiles und humanes System für die Zukunft zu schaffen.

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2024-05-08 00:53